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Alle interessierten Besucher sind herzlich eingeladen mehr über Ton van Vliets fotografische Reise nach Galizien zu erfahren: Über die Menschen, denen er begegnet ist, das Leben auf dem Land, über den Alltag zwischen harter Arbeit und lokalen Festen.

Ton Van Vliet kam eher zufällig nach Galizien. Auf der Suche nach einem Ort, um dort 1978 den Urlaub zu verbringen, schlug ein Freund vor, in den Süden Spaniens zu fahren, während Ton selbst eher zu Schottland tendierte. Galizien bot sich als Alternative an. Durch einen Zufall erfuhren sie im Restaurant O Merendeiro do Arnego in Agolada, dass sie dort campen konnten. Und dort blieben sie, fasziniert von einer Gesellschaft und einer Landschaft, die sie so noch nicht kannten. „Ich erwartete mehr oder weniger eine keltische Kultur wie in Schottland, und genau das fand ich dort vor. Nette Menschen, eine wunderschöne Landschaft und ein wunderschönes Licht, ein Licht, das ich liebte. Das Licht war ganz anders als das, was ich aus den Niederlanden kannte“, erzählt Ton van Vliet.

Fotograf Joop van Reeken wird Ton van Vliet zu dessen Galizien-Fotoserie interviewen und dadurch die Besucher auf eine Entdeckungsreise schicken. Wie hat der niederländische Fotograf die Menschen von Agolada und Umgebung Anfang der 80er Jahre gesehen und erfahren? Welche Geschichten stecken in den einzelnen Fotografien, die in der Ausstellung zu sehen sind? Ton van Vliet kennt noch heute alle Namen der Einwohner, die er fotografiert hat; er war dort zu Hause, ein Teil der Dorfgemeinschaft, der Landschaft, des Lebens. Cees Nooteboom schrieb dazu 1987 in einem Artikel für das Wochenblatt Elsevier: „Das ist auf diesen Fotos zu sehen. Der Fotograf muss sich in diesem Dorf einen Platz erobert haben, durch den er als Fremder fast unsichtbar geworden ist. Als unsichtbarer Beobachter war er dabei, in der Kirche, im Café, bei der Ernte, beim Dreschen. Das Ergebnis sind eine Reihe von Bildern von großer intimer Qualität. (…) Van Vliet verwendet ein unirdisches Licht, das er irgendwo auf einem alten Dachboden gefunden haben muss, ein Licht, das es fast nicht mehr gibt. Es lässt seine Drescher halb im Dunkeln stehen, schirmt seine Kirchgänger von der Hektik der Welt ab und hüllt seine Bilder in eine fast unerträgliche Stille.“

Natürlich können die Besucher auch Fragen an Ton van Vliet und seine fotografische Arbeitsweise, Gedanken und Sichtweisen stellen. Und sie können von ihren eigenen Fotografie-Reisen erzählen. Es wird ein deutsch-niederländischer Nachmittag werden: jeder in seiner eigenen Sprache.

 

Sonntag, 22. März 2026

Beginn 15.00 Uhr

Der Eintritt ist kostenlos

Eine Anmeldung ist nicht verpflichtend, hilf aber der Organisation:
Via info@grenz-blick.eu oder +49 151 22 678 191

Mehr Infos unter www.grenz-blick.eu

Adresse:
GrenzBlickAtelier im ps-raum
Hahnenpatt 2
Bolandshof
D-46399 Bocholt-Suderwick
(Eingang: Ecke Lange Fohre/Dinxperloer Straße)
Fotocopyright: Ton van Vliet
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