Der Heimatverein Suderwick berichtet:
Neues vom Büdeken mit Zollschranke und Hügel am Grenzübergang „Brüggenhütte“ in Dinxperlo/Suderwick
– Winterspaß für Familien
– Neu gepflasterte Flächen unter der Zollschranke und dem Büdeken
– Der Wanderweg „GrenzenLos“ führt nun über den Hügel und durch den Wasserpark zum „TOP“ (Touristischer Orientierungspunkt) Brüggenhütte
– Erinnerungsstätte für Frieden und Freiheit geplant
– Hat ein Aussichtsturm eine Chance?
Winterspaß für Familien
Zu Beginn des neuen Jahres zeigte sich einmal mehr, welches Potenzial die ehemalige Mülldeponie von Dinxperlo am Grenzübergang West (Brüggenhütte) mit Büdeken und Zollschranke für die Einwohner von Dinxperlo und Suderwick sowie für Besucher aus der Region hat. Ein verschneites Wochenende lockte Anfang Januar 2025 insbesondere Familien mit Kindern zu einem kostenlosen Vergnügen und bereitete ihnen schöne Stunden auf dem leider noch ziemlich kahlen Hügel. Neben aufregenden Rodelpartien lud die verschneite Landschaft auch zum Spazierengehen ein. Mögen die nachstehenden Fotos weitere Spaziergänger dazu einladen, dort schöne Ausblicke zu genießen. Auf dem Gelände ist in letzter Zeit einiges geschehen. Es hat aber noch mehr Potential.
Wanderweg „GrenzenLos“ verlegt
Keine Hügel für Wanderwege in Holland? Doch, der Wanderweg „GrenzenLos“ führt nun, wie wiederholt vom Heimatverein angeregt wurde, auch über den Hügel der ehemaligen Deponie von Dinxperlo.
Wanderer, die sich auf den 17 Kilometer langen, grenzüberschreitenden markierten Wanderweg „GrenzenLos“ begeben, werden nun entlang des Informations-Büdekens und unter der immer geöffneten Zollschranke her über den Hügel geleitet. Oben auf dem Hügel wartet eine Bank zum Verweilen. Von dort aus kann man eine schöne Aussicht in das niederländische und deutsche Grenzland genießen. Durch den Wasserpark geht es weiter entlang der Bocholter Aa (Aastrang). Dieser Weg wurde auch vor einigen Jahren vom Heimatverein angeregt. Über die „Europabrücke“ wird man zum TOP (Touristischer Orientierungspunkt) Brüggenhütte geleitet. Bevor man die Brücke über den Aa Strang benutzt, wo die Grenze in der Mitte des Flusses verläuft, ist auf der niederländischen Seite noch das Kunstwerk „Vogel, man en paard nemen de vlucht“ / „Vogel, Mann und Pferd fliehen“ zu bewundern. Die Brücke wurde von der Provinz Gelderland und dem Kreis Borken im Rahmen eines gemeinsamen grenzüberschreitenden Projektes gebaut.
Nähere Informationen zu der grenzüberschreitenden Tour durch Dinxperlo und Suderwick finden sie HIER achterhoekferien.de/grenzenlos-wandelen. Wir danken auch hier der Gemeinde Aalten sowie der Stichting Achterhoek Tourisme für die veränderte Streckenführung und auch für den neuen Belag, den die Wege erhalten haben. Starten kann man überall, wo man auf die Markierung „GrenzenLos“ trifft.
„Naoberbank“ wird vom Heimatverein mit einer neuen Folie versehen
Im Jahr 2014 hat der Heimatverein neben der Zollschranke eine „Naoberbank” aufgestellt. Auf der Bank ist ein Foto des Gemäldes des Anholter Malers Spaan zu sehen. Das Gemälde zeigt den Grenzübergang um 1920 und hängt im Restaurant Brüggenhütte. Darauf sind die damalige Gaststätte und die vor dem Gebäude stehende Zollschranke mit Zöllnern zu sehen. Sehen Sie HIER. Der Heimatverein hat bereits ein Unternehmen beauftragt, die beschädigte Folie auf der Bank zu ersetzen.
Leider ist das „Bundesadlerschild“, das der Heimatverein vor Jahren neben der Bank aufgestellt hat, nicht mehr vorhanden. Es wurde entwendet. Dreiste Souvenirjäger?
Erinnerungstafel für die zum Kriegsende gefallenen alliierten Soldaten
Zwischen dem Büdeken und der Zollschranke stand übrigens für kurze Zeit eine Erinnerungstafel für die bei der Befreiung von Dinxperlo und Suderwick im März 1945 gefallenen alliierten Soldaten. Sie stand zuvor an der Dorpskerk in Dinxperlo. Da sie nach Ansicht einiger für „Frieden en Vrijheid” aktiver Dinxperloer sowie des Heimatvereins thematisch besser dort passt, wo sich damals die heiß umkämpfte Brücke über den Holtwicker Bach befand, hat die Gemeinde Aalten die Tafel dorthin versetzt. Nun steht sie je zur Hälfte auf niederländischem und deutschem Gebiet. Es wird auch überlegt, wie man an dieser Stelle noch besser daran erinnern kann, dass dort viele Soldaten ihr Leben lassen mussten, damit der Krieg und die Gewalt der deutschen Naziherrschaft ein Ende hatten. Der Heimatverein wird sich an den entstehenden Kosten hierfür beteiligen.
Aussichtsturm mit grenzenlosem Ausblick?
Der kahle Hügel bietet noch mehr Möglichkeiten, den „Zweiländereck Brüggenhütte“, an dem die vier Gemeinden Aalten, Bocholt, Isselburg und Oude Ijsselstreek sich treffen, attraktiver zu machen. In 2014 hatte der Heimatverein die Idee, dort mittels einer „Aa-Fähre“ die Radfahrer vom Radweg „Bocholter Aa“ auf der anderen Seite des Flusses auf die niederländische Seite zu locken und umgekehrt. Sehen Sie HIER. Leider wurde diese Idee nicht weiterverfolgt, weil die Stadt Bocholt nicht bereit war, wasserrechtlich prüfen zu lassen, ob die Voraussetzungen hierfür erfüllt sind. Eine, wie wir meinen, für Touristen gute Idee, wurde im Keim erstickt.
Noch schwer tun sich die beteiligten Gemeinden auch mit der neuen Idee des Heimatvereins, auf dem Hügel einen Aussichtsturm zu errichten. Als Gemeinschaftsprojekt der vier Gemeinden und durch eine Förderung als sogenanntes „LEADER-Projekt“ würden sich die finanziellen Belastungen der Gemeinden hierfür sehr in Grenzen halten. Der Heimatverein wird voraussichtlich in den nächsten Monaten auf dieser Webseite hierzu näher informieren.